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Verpassen Sie diesen beeindruckenden, warmherzig, berhrenden Film des Ehepaares Rapoport nicht.  

https://britzka.com/de/film/die-rapoports.html

Montag, den 27.1.2020, in Hamburg, HAW, Alexander Str, ab 18:45 Uhr 

Der Film  
 

Das Paar lernte sich 1944 am Childrens Hospital der Universitt Cincinnati/Ohio kennen, heiratete zwei Jahre spter und 

Das Paar einigte sich auf Mitjas Prioritten: 

  • Dienst fr die kommunistische Partei

  • gemeinsame wissenschaftliche Arbeit; 

  • Partnerschaft mit nach und nach vier Kindern. 

Als Zeitzeuge im Film-Doppelportrt erinnerte Folksnger Pete Seeger mit seiner Gewerkschaftshymne besonders an Mitja Rapoport: 

Fernab der Kraftzentren whrend der groen Streiks in der amerikanischen Automobil- und Stahlindustrie verteilte dieser den Daily Worker und interessierte sich fr die Gruppierungen in der antirassistischen Brgerrechtsbewegung.

Ende der 40er Jahre lastete eine gezielte antikommunistische Pressekampagne auf der Familie. 

In einer Vorladung Mitja Rapoports vor das McCarthy-Tribunal fr unamerikanische Umtriebe kulminierte sie am Vorabend des Korea-Krieges 1950, so dass er von einem Kongress in der Schweiz aus Anstellung in Europa suchte.

Man wollte so gerne heldenhaft sein, sich stellen, gar nichts verraten, bemerkte Ingeborg ber ihre neuerliche Flucht, diesmal aus den USA mit drei Kindern und hochschwanger, doch was wre aus den Kindern geworden? 

So verfolgte sie der lange Arm der CIA sogar in Wien. 

Die Rapoports wurden zu zweijhriger Arbeitslosigkeit und Armut zu verurteilt.
 

Aus dem kriegszerstrten DDR-Teil Berlins erreichte Mitja Rapoport im Februar 1952 ein Ruf auf eine Professur fr Physiologische Chemie an der Charit
 

Im Lauf von 25 Jahren bildete er ber 45000 Nachwuchswissenschaftler aus, leitete die IPPNW-Sektion der DDR und organisierte viel beachtete internationale Kongresse.

Richtungweisend in diesen Jahren war das interdisziplinre nationale Forschungsprojekt Perinatologie mit seinen messbaren Erfolgen zur Gesundheitsversorgung von Mutter und Kind. 

Daraus resultierte eine international anerkannte Senkung der Suglingssterblichkeit in den 1970er und 1980er Jahren, die 1984 mit einem kollektiven Nationalpreis der DDR geehrt wurde. 

So verschmolz der berufliche Neubeginn der Rapoports mit dem gesellschaftlichen, sie waren unmittelbar am Renommee des Wissenschaftslandes DDR beteiligt.

Nach dem Verschwinden ihres Staates leitete Ingeborg Rapoport von 1992 bis 2002 die in Berlin gegrndete Interessengemeinschaft Medizin und Gesellschaft e. V. 

Fundiert untersttzen darin Angehrige der medizinischen Wissenschaftselite der DDR die aktuellen Auseinandersetzungen in der Gesundheitspolitik, Wissenschaft und Praxis. Die damit verbundene Schriftenreihe Medizin und Gesellschaft mit 63 Editionen widerlegt u. a. nicht nur die Charakterisierung der DDR als Unrechtsstaat, sondern dokumentiert zugleich bewahrenswerte Perspektiven eines demokratischen Gesundheitswesens und Anforderungen an eine zuknftige Gesundheitspolitik in Deutschland. Sie kann ber die Deutsche Bibliothek in Frankfurt/ Main abgerufen werden.


 

Unsereweltclub

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Per Email am 26.1.2020