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Pressemitteilung vom 21.09.2018

Polizei rumt direkt nach dem Tod eines Journalisten im Wald + Bewegung  fr Klimagerechtigkeit trauert und steht geeint fr Erhalt des Hambacher Forstes


https://www.ende-gelaende.org/wp-admin/post.php?post=7646&action=edit

Kerpen-Buir, 21.9.2018. Am heutigen Vormittag begann die Polizei erneut
mit Rumungen im Hambacher Forst. Die Polizei rumt Barrikaden auf
Straen und Sitzblockaden von Menschen im Norden des Waldes. Diese
Nachricht erreichte Aktivist*innen aus der Besetzung des Hambacher
Forsts und Sprecher*innen von Buirer fr Buir, Ende Gelnde und Aktion
Unterholz whrend einer gemeinsamen Pressekonferenz. Die Gruppen bezogen
in der Pressekonferenz Stellung zu den Ereignissen der letzen Tage.

Steffens Freundinnen und Freunde sagten uns, sie und auch seine Familie
sind stolz auf ihn und seine Arbeit im Wald. Das letzte, womit wir ihm
jetzt einen Gefallen tun wrden, wre auf die zynische und geschmacklose
Forderung Reuls einzugehen und jetzt wegen Steffens Tod die Baumhuser
zu rumen. Die aktuelle Rumung findet statt, ohne dass den Menschen
auch nur eine Nacht ruhiger Schlaf ohne massiver Polizeiprsenz,
Flutlichter und Generatorenlrm zugestanden wurde. Wir fordern, dass
Polizeiprsident Weinspach und Innenminister Reul alle laufenden
Manahmen abbrechen und smtliche Krfte aus dem Wald abziehen", sagen
Lykke und Jrn aus dem Hambacher Forst.

Die gefhrliche Rumung und die irrsinnige Rodung des Waldes drfen
nicht weitergehen. Zu diesem Zeitpunkt den Einsatz gegen den erklrten
Willen der Mehrheit der Bevlkerung durchzudrcken ist nicht nur
unertrglich fr Angehrige, Freund*innen und Betroffene, sondern
angesichts des politischen Willens auch undemokratisch. Wir brauchen
jetzt Ruhe und sozialen Frieden in der Region", sagt Hubert Perschke von der Initative Buirer fr Buir.

Die Landesregierung zeigt mit der aktuellen Rumung, dass sie die
Interessen von RWE ohne einen letzten Funken Anstand durchsetzt. Herr
Reul missachtet hier nicht nur die Klimakrise sondern auch den Respekt
fr Trauer", sagt Karolina Drzewo, Sprecherin von Ende Gelnde.

Die Politik der Landesregierung handelt mit dem Festhalten an Rumungen und Rodungen gegen den erklrten Willen der Bevlkerung. Um die
Profitinteressen von RWE durchzusetzen, wird nicht einmal vor Trauer
Rcksicht genommen", sagt Maja Rothe, Sprecherin der Aktion Unterholz.
 


Zusendung per email 21.9.2018